NADELBINDEN

Nadelgebundene Textilien waren im Mittelalter, in vielen Kulturen, verbreitet. Einer der ältesten uns bekannten Funde stammt aus der Jungsteinzeit. Uns liegen zahlreiche weitere Funde aus Skandinavien, Polen und Russland vor, die hauptsächlich Kleidungsbestandteile darstellten. Auch Funde an Gebrauchsgegenständen, wie Netzgeflecht oder Beutel, sind uns bekannt. Die Technik des Nadelbindens, mit seinen reichhaltigen Stichvarianten, Schlingen und der Daumenfesselmethode begeistert uns bis heute. „Beinahe wie Häkeln oder Stricken“ hören wir interessierte Besucher oft anmerken. Nur dass, die den Besuchern bekannten Techniken, erst ca. 300 Jahre später entwickelt worden sind.

Was in Vergessenheit geraten ist, wollen wir wieder aufleben lassen. So entstehen Socken, Mützen, Fäustlinge aus Tierhaaren durch historische Nadelbindetechnik. Zahlreiche Stich- und Schlaufenvarianten sind uns bekannt.

Das Nadelbinden geben wir als vorführendes Handwerk und in praktischen Seminaren weiter.

 

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